Innenhof des Gutshaus in Klein Glien
Der Innenhof des Gutshauses Klein Glien lädt zum Arbeiten und Entspannen ein, © BKG, Foto: Sven Gatter

Klein Glien (Bad Belzig)

New Work im Gutshaus

Landkreis: Potsdam Mittelmark

Einwohnerzahl: 70

Bekannt für: Gutshaus, Glasfaserkabel, Glamping

Brandenburg lockt die Großstädter*innen an. Manche von ihnen kommen nicht nur übers Wochenende, sondern auch zum Arbeiten. Und sie wollen bleiben! Ist die neue Landlust nur ein Trend oder kann sie Brandenburg nachhaltig verändern?

Ein Raum, in dem viele Stühle, ein Flipchart und bewegliche Pinnwände stehe. An der Decke hängt ein Kronenleuchter.
Alter Charme trifft neues Arbeiten, © BKG, Foto: Sven Gatter

Einen Ort der Ruhe abseits vom Trubel der Großstadt schufen 2017 vier Gründer*innen im 70-Seelen-Ort Klein Glien bei Bad Belzig. Im ersten Brandenburger Coworking-Space mieten sich Freiberufler*innen und junge Unternehmen flexible Arbeitsplätze im alten Gutshaus. Ob sie in Tokyo oder im Hohen Fläming arbeiten, ist für die Gäste des Coconat egal, solang die Internetverbindung steht. Berliner*innen und Kreative aus aller Welt schätzen die ruhige Arbeitsatmosphäre, entspannen sich beim Yoga oder in der Sauna. So manche*r Dorfbewohner*in ist immer noch überrascht, wenn die wunderlichen Gäste das Dorf erkunden. Längst ist das »Coconat« nicht mehr der einzige Coworking-Space in Brandenburg – an immer mehr Orten werden neue Formen des Arbeitens erprobt.

Die Initiator*innen des »Coconats« sind überzeugt, dass Brandenburg und Berlin voneinander profitieren können. Die Arbeitswelten beider Länder sind schon jetzt eng miteinander verbunden: 2015 fuhren knapp 200.000 Menschen regelmäßig aus Brandenburg nach Berlin zur Arbeit, umgekehrt waren es gut 80.000. Von den Impulsen aus der Hauptstadt lassen sich immer mehr Brandenburger*innen inspirieren: Das Land belegte im Zeitraum von 2016 bis 2018 den dritten Platz bei den Firmenneugründungen im ganzen Bundesgebiet. Aber auch bei den Grundstückspreise zieht Brandenburg nach. 2018 stiegen diese im Vergleich zum Vorjahr um 14 Prozent.

 »Brandenburg und Berlin haben gemeinsame Interessen und Menschen vom gleichen Schlag. Ich wünsche mir eine noch stärkere Partnerschaft.«

Iris Wolfer
Portrait Iris Wolfer

Die Gründerin

Iris Wolfer

Sie bringt vielfältige Erfahrungen aus der Berliner Start-up-Szene und Kreativbranche in das Projekt ein. Iris Wolfer findet Pendeln überflüssig. Sie wünscht sich, dass Firmen ihren Mitarbeiter*innen mehr Verantwortung durch das Homeoffice zugestehen. Eine flächendeckende Internetverbindung ist die Voraussetzung dafür.

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