Im Innenraum einer Sporthalle mit vielen Matten und Trainingsgeräten.
Trainingshalle, © BKG, Foto: Sven Gatter

Kienbaum (Grünheide)

Kaderschmiede

Landkreis: Oder-Spree

Einwohnerzahl: 294

Bekannt für: Sport, eine schöne alte Kirche und noch mehr Sport

Die DDR kämpfte stark um internationale Anerkennung. Dafür nutze sie verschiedene Mittel und Wege – einer davon war der Leistungssport.

Vier Boxsäcke hängen an der Decke eines weißen Raumes.
Boxen ist eines der Aushängeschilder Kienbaums, © BKG, Foto: Sven Gatter

Der Kalte Krieg machte auch vor dem Sport nicht Halt. Der Versuch, eine gesamtdeutsche Mannschaft zu den Olympischen Spielen zu senden, ging nur für wenige Jahre gut. Durch den Bau der Berliner Mauer verschärfte sich der Konflikt zwischen DDR und BRD immer stärker. Schließlich wurden zwei deutsche Mannschaften zu den Olympischen Spielen 1968 zugelassen. Vor allem für die DDR war dies ein großer Erfolg. Die Mannschaft trainierte hart und schlug letztlich sogar die BRD im Medaillenspiegel – eine Tendenz, die sich noch durch die Folgejahre zog.

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Während die DDR nach ihrer Gründung noch um eine Teilnahme an den Olympischen Wettkämpfen bangen musste, förderte sie den Leistungssport bereits aktiv. So wurde 1952 in Kienbaum, einem Ortsteil von Grünheide, ein vormaliges Erholungszentrum schrittweise zu einem fortschrittlichen Trainingszentrum umgebaut. Es entstand eine weltweit einzigartige Unterdruckkammer, in der die DDR-Sportler*innen unter Extrembedingungen trainieren konnten.

Bis heute dient Kienbaum Profisportler*innen als exzellent ausgestatteter Trainingsstützpunkt. Seit 1997 tranieren dort auch Leistungssportler*innen mit Behinderung für die Paralympischen Spiele. 2017 erfolgte die Umbenennung in Olympisches und Paralympisches Trainingszentrum für Deutschland. Es ist das einzige Zentrum in Deutschland, in dem Sportler*innen mit und ohne Behinderung Seite an Seite trainieren.

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»Die Talentsichtung wird in Brandenburg sehr gefördert. Man sieht das an Kienbaum, wo man den Bundesstützpunkt für Olympischen Sport umbenannt hat in »Olympischen und Paralympischen Trainingsstützpunkt« und das auch mit Leben füllt. Man trainiert auf Augenhöhe.«

Mathias Schulze
Portrait Matthias Schulze

Der Spitzensportler

Mathias Schulze

Der Para-Leichtathlet wurde 2017 Vizeweltmeister und 2018 Europameister im Kugelstoßen. Mathias Schulze nahm bereits zweimal an den Paralympischen Spielen teil. Neben seiner Arbeit im Behinderten- und Rehabilitationssportverband Brandenburg e.V. ist er Pate für Jugend trainiert für Paralympics.