Ein Straßenzug in der Innenstadt von Finsterwaldemit verschiedenen Häusern und Geschäften, eines davon ist die Agentur Comeback Elbe-Elster.
Die Agentur Comeback Elbe-Elster © BKG, Foto: Sven Gatter

Finsterwalde

Das Comeback

Landkreis: Elbe-Elster

Einwohnerzahl: 16.068

Bekannt für: die Sänger von Finsterwalde

Viel ist gesagt und geschrieben worden über den Wegzug aus dem Osten nach 1990. Für Brandenburg bedeutete er einen Verlust von 800.000 Einwohner*innen zwischen 1992 und 2015 sowie einen enormen Einbruch der sozialen und kulturellen Infrastruktur.

Doch diese Bewegung hat ein Ende gefunden. 2017 zogen sogar erstmals mehr Menschen von West nach Ost als andersherum. Die Gründe sind unterschiedlich: In einigen Regionen hat sich der Arbeitsmarkt verbessert. Für andere sind die geringeren Unterhaltskosten, besonders die Mieten oder Bodenpreise, Grund genug für einen Ortswechsel. Und wieder andere haben noch eine weitere Motivation: die Rückkehr in die Heimat.

Auf dem Marktplatz von Finsterwalde steht ein Maibaum mit Wappen, einem Kranz und grün-weißer Bemalung
Der Marktplatz von Finsterwalde © BKG, Foto: Sven Gatter

Für jene, die an ihre Heimatorte in Brandenburg zurückkehren, gibt es mittlerweile viele Hilfestellungen. Die Landesregierung fördert Initiativen, die bei der Rückkehr helfen, finanziell. Seit 2017 gibt es das Netzwerk »Ankommen in Brandenburg«, das den Erfahrungsaustausch zwischen den Rückkehr-Initiativen stärkt.

In Finsterwalde hat sich ebenfalls eine Rückkehr-Initiative etabliert. In der niedersorbischen Kleinstadt ist die Bevölkerung seit 1990 um ungefähr 7.000 Einwohner*innen gesunken. Das soll sich jetzt ändern. 2012 gründete Stephanie Auras-Lehmann die Agentur Comeback Elbe-Elster. Sie unterstützt Rückkehrer*innen bei der Suche nach Wohnungen oder dem Kitaplatz, bei der Existenzgründung oder der Vernetzung in der Region. Drei motivierte Frauen arbeiten, zum großen Teil ehrenamtlich, an den ambitionierten Plänen der Agentur. Sie wollen das Leben und Arbeiten in der Region wieder attraktiv machen.

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»Meine Arbeit ist für Brandenburg wichtig, weil sie auch den Einheimischen Hoffnung macht. [Sie] sehen, dass die Menschen zurückkommen, das macht Mut.«

Stephanie Auras-Lehmann
Portrait Stefanie Auras-Lehmann

Die Netzwerkerin

Stephanie Auras-Lehmann

Sie kennt sich mit der Rückkehr aus. Stephanie Auras-Lehmann studierte Betriebswirtschaft für Touristik und Public Relations und lebte einige Jahre in Hessen und New York. Sie kehrte zurück in ihren Geburtsort Finsterwalde und gründete dort die Agentur Comeback Elbe-Elster.